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Mi, 06.
Jan 2016

9. Grafenauer Dreikönigslauf (10 km)

FlyerErgebnisse / icon_excel_16x16seit 2008! / icon_excel_16x16Statistik | Fotos | wunderschöner Laufticker! | SV Dodenhausen | LT Altburgschnellster Grafenauer! | [Rückblick 2014]

  • 2. Lauf der Böblinger Winterlaufserie 2016 (Hauptlauf 10 km)
  • 74 Frauen + 277 Männer = 351 TeilnehmerInnen (ähnlich wie im Vorjahr)
  • Milde Temperatur, trockene Luft, feuchter Boden — aber laubbefreit!
  • Doch wo waren die »regionalen Laufstars«? — Kein Wunder wurde das Treppchen die Showbühne neu besetzt…

Hmm, blöd, irgendwas hatte ich falsch gemacht. Denn auf meinen bisherigen Lieblingsmetern, hier die letzten 100, hatte ich mich schlagen lassen müssen. Also geschlagen geben müssen. Da war ich wohl auf den 9,9 km zuvor einfach (einfach? Schön wär’s! Wenn alles so einfach wäre!) zu schnell unterwegs. Zumindest über meine Verhältnisse. Darum dieser blöde letzte 0,1 km. Doch lieber so als umgekehrt als nie. Doch heute war es wohl so weit.

Kleine Statistik über die seit 2008 gelaufenen Zeiten und Teilnehmerstärken.

Kleine Statistik über die seit 2008 gelaufenen Zeiten und Teilnehmerstärken (Excel-Datei).

Aber wieso kam es oder gar ich überhaupt so weit? Mit 351 TeilnehmerInnen war zumindest die selbe Masse wie im Vorjahr am Start vor dieser (exakt?) 10 km langen und nach und nach immer länger gewordenen Strecke. (In Klammern gefragt: wieso waren es 2014 noch 100 Teilnehmer mehr?) Dann könnte es also an der fehlenden Klasse gelegen haben.

Äh, was? Na, dass ich mir ausnahmsweise, nämlich erstmals und vermutlich zugleich letztmals, diese Worte mir anhören durfte:

Dabei war doch mein einziges insgeheimes Ziel nur dieses eine. Nämlich im Ziel meinen beiden untereinander sehr ähnlichen Vorjahreszeiten möglichst nahe kommen zu werden: 2014 + 2015. Nicht mehr. Aber, puh, auch möglichst nicht viel weniger. Oder vielleicht doch ein paar scheinbar winzige Sekunden schneller, um die in diesen beiden Vorjahren nah gelegene Minutengrenze wenigstens um ein paar Sekundenbruchteile zu unterbieten?

Doch dazu musste ich erst einmal so weit kommen, bis nach Grafenau. Wie im Vorjahr zugegebenermaßen mit ‘nem e vor dem Rad. Denn nach 27 km (und in diesem Fall einer einstündigen Fahrzeit) von meinem Heimatörtchen aus bis zum Grafenauer Tatort wäre sonst meinem eigenen Akku, dem in den Beinen (oder wo auch immer darüber hinaus weitere Akkus verankert sein müssen, um sich selbst Beine machen zu können) statt im Bosch-Motor Made im Ländle (höre des Boris‘ Worte), vermutlich bereits auf den ersten Metern dieser laufenden 10 km der Sprit ausgegangen.

Und, oh frühes Wunder, mit meiner Abradfahrt um 8:40 war ich zwar später dran wie erhofft, trotzdem so rechtzeitig, dass ich bereits mehr als 1h vor dem Start um 11 vor Ort war! Äußert ungewöhnlich und ungewohnt. Ein weiterer Grund, wieso ich mir unsicher war, ob ich an meine Vorjahreszeiten heranlaufen könnte. So viel Zeit zu haben vor dem Start — im Gegensatz beispielsweise auch zu Aidlingen im Vorjahr. Kaum war ich dort lauffertig und hatte ‘ne Kamera ungünstigerweise, da auf Knöchelhöhe positioniert, musste ich auch schon durchstarten. Immerhin war es damals & dort so warm, dass das Aufwärmen übergangslos in ein Aufhitzen ausgeartet wäre. Oder so.

Nun, in Dagersheim (Mist, selbst die Word-Datei hatte ich ursprünglich unter dagersheim2016.docx abgespeichert) Grafenau, hatte ich also alle Zeit der Welt. So war ich bei meinem Aufwärmlaufen in Aufwärmkleidung tatsächlich bis zum 1. km-Schild gekommen und wieder zurück und sogar noch einen Klogang anschließen lassen können — bevor es dann doch 5 vor 12 war. Nee, glücklicherweise erst 5 vor 11, als ich zum Start durchstarten konnte. Jetzt nur noch im Startblock, vielleicht 3. Reihe, meine Schuhe etwas fester schnürsenkeln inkl. Doppelknoten, dann ging‘s auch schon sofort los. Der Start ohne -schuss. Und auch ausnahmsweise urlaubsbedingt ohne den bisherigen Kommentator Axel Stahl. Mit seinem Sport-Shop einer der Sponsoren nicht nur dieser Böblinger Winterlaufserie. (Hab übrigens noch ein Nike-Laufshirt mit zusätzlich aufgedruckter Stahl-Werbung aus einer Zeit in Gewahrsam, als diese Serie Nike-Winterlaufserie hieß; war dieses Shirt das damalige Finishergeschenk? Und Nike nur ein Jahr lang der Sponsor inkl. Namensgeber? Im ersten Jahr 2008? Erstaunlich, wie viele unbedeutende Fragen sich in nur einer Klammer unterbringen lassen. Genauer: in zwei Klammern. Nun die letzte davon.) Wobei ich dies Klammern am Ende dieses Absatzes vielleicht auch hätte weglassen können. Zu spät.

Die Frage war nun, direkt nach dem Start: wie schnell sollte ich es überhaupt anlaufen lassen? An wen sollte ich mich (aus)richten? Immer ein guter Ausrichter: Armin. Und immer in Gelb. Und in kurz. Letzteres ich auch. Waren ja, laut Günters Aufschreibung, gemäßigte „5°, feuchte Luft, leichter kühler Wind, Boden ideal“. Somit keine Minustemperaturen wie im Vorjahr. Aber auch kein Sonnenschein.

Als ich mir dies so überlegte, war ich verwundert, wieso bereits nach dem 1. oder 2. km oder zwischendrin Wolfgang an meiner Seite war. Somit stand eine Antwort bereits fest: ich war zu schnell! Doch als ich schließlich — mittlerweile ging es bergab — einen Altersklassenkameraden vor mir zu entdecken geglaubt hatte, konnte ich nicht widerstehen, wenigstens den Sichtkontakt zu seinem Rücken aufrecht zu halten. Wie ich allerdings später direkt von ihm erfuhr und selbst hatte feststellen müssen, nach unserer Zielankunft, ist der Kamerad ein ausgewiesen guter Bergabläufer. Und noch später, anhand der Ergebnisliste, kam mir zugleich in Erinnerung, dass er noch einer geringfügig jüngeren AK angehört. Hätte ich letzteres gewusst, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen. Also ich, hinter ihm her und in (s)einem ähnlichen Tempo — obwohl ich aus mir unbekannten Gründen ein ausgewiesen schlechter Bergabläufer bin.

Ich hatte also so meine geliebte Mühe und Not, einigermaßen Schritt zu halten. Doch noch stand uns ja der gefürchtete Drecksbuckel bevor! Ob er ganz offiziell so heißt (hmm, wohl kaum) oder nur vom Organisator offiziell so bezeichnet wird, dieser vielleicht 200 m kurze, aber umso steilere Anstieg — wie immer keine Ahnung. Doch war ja auch egal. Hauptsache, ich konnte bergaufwärts wieder ein paar Schritte gut machen.

Doch war es wirklich so gut, als ich diesen Drecksbuckel nach knapp über 5 als 1. unserer zu einem Trio zusammengeführten Laufgruppe erklommen hatte? Denn meine Beine waren natürlich zu diesem Zeitpunkt auf diesem Höhepunkt verdammt schwer(gängig). Mein (mittlerweile sogar bewusster) Versuch, mittels längerer Schritte — getreu Arnes Aufschrieb über seine Langschrittversuchungen beim Tübinger Nikolauslauf; dort heißt der Drecksbuckel einfach nur Bettelweg: „Das schwierige nach solchen Anstiegen ist es, den Rhythmus möglichst schnell wieder zu finden, bewusst umschalten und einen langen Schritt laufen, auch wenn die Beine unglaublich schwer sind“. — den Laufrhythmus, sofern überhaupt vorhanden, wieder zu normalisieren, schien ein Versuch zu bleiben. Darum jederzeit geglaubt, dass ich nun wieder, auf den nächsten Metern nach dieser Drecksbuckelbezwingung, locker-lässig eingesammelt werden würde.

Da war es also wieder, das blöde Gefühl, irgendetwas falsch gemacht zu machen. Doch bei diesem Anstieg hatte es den Anschein, dass nicht nur meine, sondern auch die nachfolgenden Waderln — oder welche Körperregionen hierbei ebenfalls mitspielen musste — ziemlich hart malträtiert worden waren. Das Gefühl blieb zwar, die erwarteten Überholvorgänge hingegen blieben aus. Na ja, wenn auch nur auf den ersten Metern danach. Als ich nicht mehr allein unterwegs sein konnte.

Ts, und ich hab mich bereits gewundert, wer neuerdings das ANE-Cup-sche Glückwunschformular benutzt. Smile! Gratulation, famvielmeier.de! 🙂

So, nun, ein paar Tage danach (nicht nur beim Schreiben hinke ich stets hinterher), weiß ich es schon gar nicht mehr genau. Waren „wir“ jetzt, nahe der Getränkestation — dessen Wasservorrat ich mir nicht entgehen lassen wollte (vermutlich als einer der wenigen Läufer) — zu zweit oder wieder zu dritt unterwegs? Oder waren „wir“ erst dann wieder zu dritt, als wir (die „Anführungszeichen“ lass ich nun einfach weg) in die Fußstapfen unseres Vorderläufers — der zwischendurch einen nach meiner Empfindung uneinholbaren Vorsprung herausgeholt hatte — stampfen konnten? Egal. Zumindest war auch meine Hoffnung, dass dieser Vorsprungläufer nun nicht mehr schneller als wir laufen könnten. Doch, blöd! Denn er lief und lief und lief. Mal er vor uns beiden. Oder der andere vorne oder gar ich. Abhängig u.a. davon, ob es gerade ab- oder aufwärts ging.

Und unabhängig davon die stetige Frage an mich selbst, wie lang würde ich noch mitmischen können? Denn so langsam könnten endlich meine geliebten letzten 100 Meter anbrechen — meinetwegen auch ein paar wenige mehr —, bevor ich mir selbst einen abbrechen würde.

Doch kaum hatten wir die letzte Kilometerbeschilderung = km 9, passiert, so passierte es: unser eingeholter ehemalige Vorausläufer dachte einfach weiterhin nicht daran, seinem Anfangskilometerntempo Tribut zollen zu lassen. Im Gegenteil! Spätestens jetzt, 1 km vor dem Ziel, hieß es also auch für mich, weiterhin auf die Zähne zu beißen. Doch so sehr ich auch biss, der so scheinbar geringe 5-6m-Abstand zwischen uns beiden wurde einfach keine 5-6m geringer. Selbst nicht auf den letzten 100 Metern — von denen ich geglaubte hatte, ich würde sie so sehr lieben.

So kam es — endlich —, wie es kommen musste. 20 m vor dem Ziel war es ausgebissen. Ich ließ mich gehen. Denn es lief nichts mehr. Lange genug versucht, die 5-6m aufzuholen. Da würden auch die letzten 20 m nichts mehr helfen. Also nichts mehr an diesem Zustand ändern, dem des Abstands. Also versuchte ich, wenigstens auf diesen letzten 20 m das Beste draus zu machen — und war hoffentlich bestimmt 20 m später mutmaßlich genau so zufrieden wie der Zweitplatzierte. Herzlichsten Glückwunsch, Pierre-Emmanuel Alexandre, zu Deinem netto-mega-mäßigen 1-Sekunden-Vorsprung!

Der Allerschnellste, Daniel Noll (TSV Glems) hatte sich hingegen mindestens 9,9 km lang ziemlich einsam fühlen müssen. Mit 34:20 kam er äußerst nahe an en Streckenrekord heran. Aufgestellt erst im vorherigen Jahr von Simon Dörflinger — einem der Läufer, der zur anfangs erwähnten fehlenden absoluten Klasse gehören. Doch manche Läufer glänzen selbst in Abwesenheit. 34:04 min seine Vorjahreszeit. Unfass- & -schlagbar.

2016-01-08_laufhandschuheSo, und was hatte ich nun am Ende von dem Ganzen? Beispielsweise ein hochwertiges Weleda-Shampoo! Dabei hatte mein Körper den selben AK-Preis vom Vorjahr noch gar nicht abbekommen! Deshalb bitte nicht riechen. Und ich durfte sogar einen Gutschein verjubeln — und jubelte über zwei Schlauchtücher und ein grellgelbes Handschuhpärchen. Konnte ja nicht wissen, dass ich nur 2 Tage später ein ähnlich gelbgrelles Handschuhpaar nachgereicht bekommen würde. Noch vom Tübinger Nikolauslauf, als ich dieses Pärchen leider nicht selbst in Empfang nehmen konnte.

Doch kurz zurück nach/zu Grafenau. Nachdem dort alles aus & vorbei war, hatte ich auf meinem Nachhauseweg, nee, meinem Weiterweg statt nach Hause, einen ungeplanten, aber umso angenehmeren Zwischenstopp kurz hinter Herrenberg einlegen dürfen — bis dahin waren es nochmals 27 km, diesmal in über statt genau einer Stunde eRadfahrzeit. Hierbei wurde ich nicht nur mit einem heißen Kaffee mit warmer (!) Milch versorgt, sondern ich konnte auch die beiden Schlauchtücher dort gleich, äh, entsorgen? Nee, natürlich wie beabsichtigt verschenken! Denn ein Zwilling kommt & feiert selten allein!

Dort, beim Zwischenstopp, schlug es irgendwann vor 18 Uhr. Spätestens jetzt hatte ich keine weitere Lust mehr auf weiteres Radeln. Auch wenn ich diesmal, für die letzten 18 km, die ich noch zurücklegen musste, um in meinem „Arbeitsort“ anzukommen, wohl keinen weiteren Spaziergänger mehr mit Ortskenntnissen zwecks Streckenauskunft belästigen hätte müssen — ich stieg mitsamt Rad in die Bahn. Doch ich hätte vorher wissen müssen, dass auch hier das frühere Unternehmen Zukunft die Bahnpreise erhöht hat. Da wäre ich mit meiner restlichen Akkuleistung, die am Rad, erheblich günstiger dran gewesen. Doch irgendwann reichts einfach. Endlich. Am Ende. Meiner Reise. Und dieser Zeilen. Auf ein nächstes! Bereits in 4 Tagen am Sonntag in Rheinzabern. Dann jedoch nur flache 15 km statt hügelige 2 Drittel…

Und zwischendrin? Na klar, Beine hochlegen!

Zieleinlauf

Glücklicherweise stand mir Vollpfosten kein Pfosten im Weg! — Danke für diesen letzten Applaus, Carmen! 🙂

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