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So, 27.
Sep 2015

22. Hirschauer Spitzberglauf 2015

 

„Kaiserwetter!“, rief der Franz! — Nee, noch bedeutender, Winfried Laube, der Lauftreffchef des TSV Hirschau und Kaiserwetterkommentator an diesem heutigen Kaiserwettertag in Hirschau!

… und alle waren gekommen. Darunter 58 Läuferinnen und 169 Läufer, die sich im Hauptlauf über die längste und vielleicht auch anspruchsvollste Distanz der Tübinger Laufserie, dem VR-Cup, ein Stelldichein im Sinne eines Laufdicheins gaben — bei in der Tat wunderschönstem Wetter! Kaiserwetter eben. Wie schon Kaiser Winfried ausrief…

 

 

Doch so kaiserlich war mir nach dem gestrigen späten Abend an diesem frühen Morgen nicht ganz zumute. Deshalb erst zum Ersten kurz vor halb 10 — oder andere Zeitrechnung: 1 Stunde vor dem Anpfiff — geschafft, dem Bette zu entkommen, um schnellstmöglich die paar immerhin flachen Kilometer gen Hirschau zu radeln. Deshalb erst zum Zweiten kurz nach 10 angekommen, als bereits die Vorläufe im vollen Gange/Laufe waren. Die beiden Kinder- und Jugendläufe hatte ich noch aufnehmen können …

 

 

…, danach schleunigst Startunterlagen inkl. einer Alb-Gold-Nudelpackung in der direkt angrenzenden Sporthalle abholen und mich umziehen. Zum Glück hatte ich die wichtigsten Utensilien bereits unter meiner Alltagskleidung getragen (nein, nicht auch unter der Schlafkleidung). Dank Winfrieds Kaiserwetter natürlich in kurz. Macht das Leben + Laufen = alles leichter.

Das obige „schleunigst“ war hierbei bitterst vonnöten. Denn als ich meine Schuhe noch einmal (oder erstmals?) nachschnürte, insb. die Senkel verknotete („Orientierungsläufer“, von denen der TSV Hirschau einen in seinen Reihen hat, „tapen“ diese sogar! Damit ihnen bei ihren Stock-über-Stein-Läufen kein Schuh auf- und Zeit verlorengeht — doch so viele Stöcke und Steine würden mir hoffentlich nicht in den Weg gelegt werden), begann bereits der 10-stellige Countdown. Wenigstens hatte ich mich zuvor noch etwas warmlaufen können. Nun ja, wenigstens kurz. Wohl eher rein zur Beruhigung des Gewissens. Doch besser als noch kürzer. Oder gar gar nicht. Wie in Aidlingen vor ein paar Wochen. Da hatte ich direkt durchstarten müssen — mit dem Ergebnis, dass es leider mit dem Zieleinlaufsvideo nichts geworden ist, nachdem ich sie, die Kamera, Sekunden vor dem Countdown zu positionieren versucht hatte.

Zurück ins Hirschauer Geschehen. Es ging/lief also direkt nach meiner Schnürsenkelaktion sofort los. Doch was würde los sein, auf den nun folgenden 10+ Kilometern? Gute Frage, die ich mir bereits vor meinen ersten Einschlafversuchen gestellt hatte (und ich vielleicht deshalb mehrere Einschlafversuche benötigt hatte und erst der letzte erfolgreich war. Letzte Antwort: entweder es läuft. Oder auch nicht. Also ganz einfach: entweder es würde bis zum Ziel überraschend gut laufen. Oder ich würde irgendwann unterwegs überraschend kürzer treten müssen. Oder ich würde erst gar nicht zu Potte kommen.

2015-09-27_hirschauer_spitzberglauf_2015_kuchenohneende

Die längste Theke der Welt! Denn nach dem Lauf ist vor dem Kuchen!

Doch vorweggeschrieben: es lief überraschenderweise einigermaßen gut, von Start bis Ziel. Doch zumindest rein zeitlich gesehen sollte sich dies(e Zeit) erst im Ziel herausstellen. Bis dahin war ich nämlich etliche Kilometer mehr oder minder allein auf weiter Flur gelaufen. Kein Läufer vor meiner Nase in Riech- und Sichtweite (das will was heißen, bei meiner Nase!). Und hinter mir? Hmm. Als überraschwenderweise meine beiden Begleitläufer, die mich (bis) zuletzt begleitet hatten, teils in abwechselnder Reihenfolge auf dem schweren Anstieg fast bis auf Augenhöhe der bekannten Kapelle auf die kurze Runde abbogen — mit dem ich nicht gerechnet und mich weiterhin auf einen unbequemen Kampf Alt gegen Jung eingestellt hatte (puh, was für eine Erleichterung) —, bildete ich mir ein Gefühl von Freiheit ein. Denn ich hatte daraufhin nicht das Gefühl, dass mir auf den nächsten Metern ein heißer Atem in den Nacken blasen würde. Ich also einen direkten Verfolger hätte. Umzudrehen gilt natürlich nicht — also musste ich auf mein Gefühl vertrauen und danach laufen.

Hmm. Kompliziert, das mit den Gefühlen. Doch wollte einfach nur zum Ausdruck bringen, dass ich nun das Gefühl hatte, allein auf weiter Flur, wenn auch im Wald, zu sein. Vor mir in weiter Ferne konnte ich nur hin & wieder, wenn uns eine Gerade gerade nicht trennte, einen Blick auf meine zwei Vordermänner erhaschen, die sich gegenseitig Tempo machten. Diese waren also schon mal weg und somit konnte ich gar nicht erst in Versuchung gelangen, schneller zu laufen als mir lieb sein konnte. Doch welches Tempo hatte ich nun drauf oder sollte ich draufhaben? Würde mein Gefühlstempo dazu führen, dass ich doch irgendwann noch abgelaufen — gemeint: eingeholt — werden würde? Wäre echt blöd gelaufen. Bereits außer Atem und dann auch noch mit jemand mithalten zu müssen.

Doch Kilometer um Kilometer verging. Auch zum Beispiel beim Halbzeittrink (Mist, Wasser mit statt ohne Kohlensäure; darum, liebe Wasserausschenkerin rechterseits, musste ich leider auf Deinen zweiten Becher verzichten — zumal nun, nach längerem Hinablaufen, der nächste Anstieg bevorstand) konnte ich kein Anzeichen erkennen, dass ich noch mehr als ohnehin schon aus mir herausholen müsste — wäre nämlich gar nicht gegangen.

Doch dieses Gefühl, niemanden vor mir und niemanden hinter mir zu haben, denen ich/die mir bedrohlich werden könnten, hatte auch seine gute Seite. So konnte ich es insbesondere vor den Anstiegen ein ganz klein wenig ruhiger angehen, damit diese mir nicht vorzeitig die Enge meiner Grenzen aufzeigen würden.

Ein Handtuch für ein Kaiserreich!

Ein Handtuch für ein Kaiserreich!

Ach so. Auf den Kilometern zwischen Anstieg und Trinkstation verspürte ich ein leichtes Magenzusammenziehen. Folge: zu meinem gefühlten Tempo kam noch das unschöne Gefühl hinzu, nicht zu wissen, wie sich nun meine Magengegend auf den restlichen, bis dato noch viel zu vielen Kilometern entwickeln würde. Denn kürzlich, bei einem HM, hatte ich nur Glück im Unglück. Denn dieses Unglück, das des Magenzusammenziehens, vollzog sich erst 2 km vor dem Ziel. Das würde ich also irgendwie noch schaffen, dachte ich mir bei jenem HM.

Doch ein solcher Magen, der mir schon jetzt, noch vor der Hirschauer Hälfte, die Luft zum Atmen nehmen würde, ein solcher hätte mir also gerade noch gefehlt. Ebenso ein ungutes Gefühl, mit diesem Gefühl laufen zu müssen. Darum hatte ich mir vorgenommen, mit der Wassereinnahme nicht zu sparen, um so meinem Magen zuvorzukommen. Nur die Kohlensäure, — die folgt in einer Fortsetzung dieses unvollkommenen Berichts. Denn entschuldigt. Das Bett ruft. Leider unüberhörbar.

 

2015-09-27_hirschauer_spitzberglauf_2015_allerschnellste

1. Judith Wagner (LT Starzach), 52:44 min & Tim Lange (EJOT Team TV Buschhütten), 44:25
2. Ricarda Gümmer (Sportfreund Team SSV Ulm), 54:47 min & Michael Wörnle (TV Rottenburg), 45:10 min
3. Brigitte Kremsler (LG Steinlach) 58:05 min & Tim Patrick Ellerhoff (Tübinger Laufladen), 47:00 min

2015-09-27_hirschauer_spitzberglauf_2015_fullhouse

Full House zwischen Lauf und Siegerehrung

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