CalwBad LiebenzellBad WildbadBad HerrenalbOberkollbachNagoldNeuhengstett
32. Starzachlauf 201732. Starzachlauf 201732. Starzachlauf 201732. Starzachlauf 201732. Starzachlauf 201732. Starzachlauf 201732. Starzachlauf 2017

ANE-Cup || | index.php [http://alb-nagold-enz-cup.de/index.php?go=441 | Mi, 22.11.2017, 10.11 Uhr]


Artikel durchsuchen

Calwer Berglauf-Cup! | gkrehl.de | sv-oberkollbach.de | famvielmeier.de | Icon: Facebook | Icon: YouTube

Schön, Dich hier beim Alb-Nagold-Enz-Cup laufen[d] zu sehen!

alle Artikel anzeigen

So, 17.
Nov 2013

[Mein] Calmbacher Jägerhüttenlauf 2013

calmbach_berglauf_2013-11-16Nicht untypisch. Als der Start erpfiff, der Startpfiff gepfiffen wurde, hatte ich noch schön säuberlich mein wenig säuberliches Radl, auf dem ich bis zuletzt saß, gesäubert, nee, mitsamt Rucksack verstaut, der ebenfalls bis zuletzt saß, auf meinem Rücken. Doch kein Wunder und völlig untypisch: wie ich im Nachhinein aus sprudelnder Quelle erfuhr, erfolgte der Pfiff 60 Sekunden zu früh! So musste ich mit 9,58 Sekunden Rückstand versuchen, das inkl. mir 75 starke Läuferfeld (= 13 Frauen und Rest Männer = insg. +25 i.Vgl.z. Vorjahr!) gezwungenermaßen von hinten aufzurollen.

Und wer weiß, wie weit man in 9,58 Sekunden laufen könnte, der weiß, dass dies eine halbe bis ganze Ewigkeit sein kann. Doch wie ich aus anderen Quellen erfuhr, war ich nicht der einzige Spätstarter. Hatte mich auch gewundert, als der Radaxer Andreas kurz nach dem Start von hinten bis weiter nach vorne durchsprintete. Darüber hinaus hatte ich mich gewundert, wieso Teamchef Gregor so weit hinten anzutreffen war. Später erfuhr ich wiederum, dass diese verkleinerte Radaxfamilie ausnahmsweise ebenfalls etwas knapp dran war, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen.

Doch welch ein Glück: mit Gregor glaubte ich, das perfekte Zuggaul gefunden zu haben, heftete mich also ungefragter- und -verschämterweise an seine Hinterhufe, äh, Fersen. Und tatsächlich, mein Glaube erwies sich ausnahmsweise als richtig. Nur natürlich falsch hinsichtlich des Gauls — Tschuldigung! Pferd wäre der bessere Ausdruck gewesen. Ach was, Kanone! Und so konnte er mit mir im Schlepptau langsam, aber stetig sich um den ein und anderen Platz vorkämpfen: http://youtu.be/KUVoKwf7GGE?t=1m30s

Während wir so liefen — und Pat wohl glaubte, hinter ihm würde wie immer Patachon laufen… [tschuldige! Ich hab damit nicht angefangen! Und auch nicht aufgehört!] —, fragte ich mich jedoch befürchtenderweise so nach und nach, wann Gregor das Tempo forcieren würde. Zwar pflügten wir uns in seinem konstanten Tempo ganz gut durchs Feld, doch traute ich diesem himmlischen Frieden nicht so ganz. Irgendwann musste er doch sein beiden Gaspedale voll durchdrücken! Also wartete ich ab, wann das Unvermeidliche geschehen würde. Bis exakt 3 km. Dann startete ich selbst den tollkühnen Versuch, diesen Frieden zu durchbrechen und meinerseits meine Pedale (Beine!) etwas fester in die Hand zu nehmen. Glaubte also in meinem ehemaligen jugendlichen, nun also nach Ewigkeiten kurz aufblitzenden Übermut, dass ich für die letzten 3 km — zumindest hatte mir Michael am Anfang des Laufs, als ich an ihm vorbeilaufen durfte, auf Nachfrage mündlich mitgeteilt, es seien 6 km; und er sollte cirka recht behalten (hmm, vielleicht hätte ich a) mir und b) zuvor mal die selbe Frage stellen sollen?) — noch etwas Gas im Tank hätte. Und so kam es irgendwann des Weges, dass ich schließlich auf Patachon auflief. Gregor war also tatsächlich nicht allein, wenn auch ausnahmsweise alleine unterwegs.

Markus wiederum hatte einen ähnlichen Plan wie ich. Nur mit dem männlichen Unterschied, dass er sich an die schnellste Frau geheftet hatte. Und so kam es erneut, diesmal jedoch wie es kommen musste, dass er es sich nach meinem Überholvorgang nicht nehmen ließ, seine Schrittfrequenz und/oder Schrittlänge fortan der meinigen anzugleichen. Infolgedessen wiederum entwickelte sich ein, angesichts der Anstrengung, kurzer Smalltalk zwischen uns. Er hatte also tatsächlich mich als neuen Tempomacher auserkoren. Somit stellte ich wiederum mir die Frage, ob es nun wirklich eine derart gute Idee war, aus Gregors Fußstapfen zu treten und eigene Spuren zu hinterlassen. Doch kaum zu glauben, Markus machte mir den ungewöhnlichen Gefallen und ließ mich irgendwann alleine auf die gnadenlose Jagd nach dem nächsten Vorausläufer. Kaum auszudenken, wenn er mich bis zum bitteren Ende gehetzt hätte! Vermutlich hätte ich es dann höchstens bis kurz vor die Ziellinie, er hingegen darüber hinaus geschafft und mich hätte man in 5250 Jahren als den zweiten Ötzi innerhalb von 10500 Jahren ausgraben können…

Der nächste und — um es vorwegzunehmen und um vielleicht endlich zum Ziel, also zum Ende zu gelangen angesichts meines jetzigen [Samstag, 19:42] ziemlich leeren Magens — letzte Läufer, den ich abfangen konnte (ich muss ja wohl jetzt nicht mehr extra schreiben, was für ein toller Hecht ich bin, oder?! — Nur die Karpfen machen mir noch etwas Sorgen…), war Gunther. Bei km 4,5 oder so, als es teils kurvig und teils bergab und teils zugleich ging und ich in unübersehbarer Sichtweise hinter ihm aufgelaufen war, hatte ich mir eingebildet, ich könne nun zum Überholvorgang ansetzen. Pustekuchen! Der 20 m — Abstand blieb und blieb und blieb. Doch wie meinte der überglücklichste Zwillingsvater der Welt im Ziel, als ich ihm von diesem bleibenden 20 m — Abstand erzählt hatte: „Gunther kann halt auch laufen“. — Verdammt, hätte ich natürlich zuvor wissen müssen… 😉

Meinen Einbildungen sollte ich also mal ein anderes Bild verpassen. Aber irgendwann war ich tatsächlich Schulter an Schulter mit Gunther und konnte sogar noch auf den letzten Metern ein paar letzte Sekunden herauslaufen. Armins Vorsprung hingegen war natürlich so groß, dass er wahrscheinlich nicht erst lange vor mir im Ziel (exakt 27 Sekunden), sondern bestimmt schon & noch länger als 6 km an Amelie und Talea denken konnte…

Und wer nach diesen Anekdoten unbedingt eine letzte lesen möchte, der lese:

Als alles aus & vorbei war, also die anschließenden Siegerehrungen, und ich mich auf meinem Nach(t)hauseradweg befand, ein paar Kilometer durch den dunklen Wald hindurch, jedoch auf der selben Strecke, auf der ich bereits auf der Hinfahrt unterwegs war, war ich auf den ersten Kilometern froh, mir einbilden zu können, dass ich auf dieser nächtlichen Strecke bleiben und somit ausnahmsweise nicht vom Weg abkommen würde (ja, diese Gedanken machte ich mir tatsächlich! Genannt: Mutzusprechen). Denn im Gegensatz zum Vorjahr, als ich bereits auf meinem Hinweg in die falsche Spur abgebogen war und mich daraufhin auf unbekannten und sehr schlecht zu befahrenden Wegen wiederfand — und einmal sogar am Boden (immerhin das Ziel, die Skihütte, doch noch gerade rechtzeitig aufgefunden mit Betonung auf funden) —, wusste ich diesmal um die richtigen Abzweigungen.

Na ja, Stichwort Einbildung, nun Teil II. Dank meines unangefochtenen Orientierungssinns, der seinesgleichen sucht, fand ich mich irgendwann auf einem Weg und letztendlich an einer Kreuzung wieder, die mir beide nix sagten. Und mit nix ist tatsächlich nichts gemeint. Wenn ich in dieser Situation wenigstens nicht vom Rad gefallen wäre beim Versuch, abzusteigen… — womit ich wieder am Anfang dieser kleinen Geschichte wäre: „nicht untypisch“.

Versucht abzusteigen deswegen, weil ich — sicher ist sicher — an dieser Kreuzung meine Laufuhr aktivieren wollte, um im Falle eines weiteren Falles oder so mir wenigstens eine GPS-Orientierung und gar vielleicht eine -Ortung zu ermöglichen. Doch dann geschah ein Wunder: ich hörte Stimmen! Kirchturmstimmen! Genannt Glockengeläut! Und dann war ich mir sicher, wieder zu Hause zu sein (Marius-Müller!). Also sicher, in welche Richtung ich denn nun fahren müsse, um wenigstens zu dieser Kirche zu gelangen. Und oh Wunder Teil II: nach 3,5 km stand ich tatsächlich unweit vor einer Kirche. Nein, dieser Kirche. Somit direkt vor einer Haustür! Meiner!

Nicht untypisch. Deshalb diese letzte Anekdote nicht weitererzählen. Bitte.

[Letzter Stand, Sonntag, 13:57: ich mach mich nun wieder aufs Rad, diesmal hierhin. Neuer Versuch, nicht vom Weg abzukommen und zugleich nicht vom Rad und zugleich nicht von meinem Glauben abzukommen! Viel Glück.]

PS: Videoschnipsel von der Siegerehrung folgen. Sofern ich den Weg zurück finden sollte.

In der Presse:

Lese auch:

KommentareKommentar!

→ Name

→ E-Mail

Kleingedrucktes!

Der Alb-Nagold-Enz-Cup im Kreis Calw. 7 x die pure Lust im Schwarzwald. | Impressum | Anmelden im internen Bereich.